Prozesskostenhilfe

Für den Fall, dass Sie sich keinen Anwalt leisten können, stellt das Gesetz in Form der Beratungshilfe (für das außergerichtliche Verfahren) und der Prozesskostenhilfe (für das gerichtliche Verfahren) Möglichkeiten zur Verfügung, dennoch zu Ihrem Recht zu kommen. Ob für Sie die Inanspruchnahme von Beratungs- und/oder Prozesskostenhilfe in Betracht kommt, hängt in erster Linie von Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen ab.

Zum Erhalt von Beratungshilfe stellen Sie bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht (meist das Amtsgericht, in dessen Bezirk Sie wohnhaft sind, z.B. das Amtsgericht Regensburg, wenn Sie ins Regensburg oder Umgebung wohnen) einen Antrag auf Beratungshilfe.

Für den Fall, dass ein gerichtliches Tätigwerden erforderlich ist und die Voraussetzungen für die Bewilligung der Prozesskostenhilfe vorliegen, stellen wir für Sie den Antrag auf Prozesskostenhilfe. Dazu ist es jedoch notwendig, dass Sie zunächst die Erklärung über Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse ausfüllen. Das entsprechende Formular finden Sie hier zum Download. Bei der Prozesskostenhilfe sind einige Besonderheiten zu beachten. Für den Fall, dass Sie den Prozess verlieren, bekommen Sie aus der Staatskasse zwar die Gerichtskosten sowie Ihre eigenen Anwaltskosten erstattet, nicht aber die Anwaltskosten der Gegenseite. Zudem kann für den Fall, dass sich Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb von 4 Jahren nach rechtskräftigem Abschluss des Rechtsstreits bessern, die gewährte Prozesskostenhilfe ganz oder in Raten zurückgefordert werden. Für den Fall, dass Sie den Prozess gewinnen, bleibt es jedoch bei der Grundregel, dass der Unterlegene sämtliche Kosten des Verfahrens zu tragen hat, Sie also von weiteren Kosten verschont bleiben.

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