VERGÜTUNGSMODELLE

Im Folgenden wollen wir kurz die unterschiedlichen Vergütungsmöglichkeiten für unser Tätigwerden aufzeigen:

Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)

Die Kosten der anwaltlichen Tätigkeit richten sich in der Regel nach den Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) und sind damit gesetzlich festgelegt. Das RVG legt detailliert fest, wie viel die anwaltliche Tätigkeit kostet. Dies wird in der Regel zum einen durch den sog. Gegenstandswert, also dem Wert, den der Gegenstand der anwaltlichen Tätigkeit hat (vgl. § 2 Abs. 1 RVG), bestimmt. Zum anderen ist die Höhe der Vergütung davon abhängig, in welchem Umfang der Anwalt für Sie tätig geworden ist und in welchem Stadium des Verfahrens die Rechtssache zum Abschluss gebracht wurde.

Honorarvereinbarung/Vergütungsvereinbarung

In der Regel rechnen wir nach den gesetzlichen Gebühren des RVG ab. Es gibt aber Fälle, in denen wir auf der Grundlage einer Vergütungsvereinbarung tätig werden. So können viele Mandate bei Zugrundelegung der gesetzlichen Vergütung nicht einmal kostendeckend bearbeitet werden, insbesondere bei sehr geringen Gegenstandswerten. Eine Vergütungsvereinbarung ist in diesem Fall für uns leider unumgänglich. Umgekehrt gibt es häufig Fälle, insbesondere bei hohen Gegenstandswerten, bei denen z.B. einen Abrechnung auf Stundenhonorarbasis für Sie günstiger ist. Allerdings kann eine Vergütungsvereinbarung für Sie auch von besonderem Vorteil sein, da die Kosten, die Ihnen für unsere Tätigkeit entstehen, von vorneherein überschaubar sind.

Je nach Einzelfall schlagen wir Ihnen eine der drei folgenden Arten von Gebührenvereinbarungen vor:

Pauschalhonorar
Sie zahlen einmalig einen bestimmten Betrag, der dann die gesamten Kosten der
anwaltlichen Tätigkeit für das betreffende Mandat abdeckt.

Stundenhonorar
Unsere Tätigkeit wird nach einem bestimmten Stundensatz berechnet. Multipliziert mit
der Anzahl der geleisteten Stunden ergibt dies unser Honorar.

Rechtsberatungsvertrag

Für Unternehmen bieten wir Rechtsberatungsverträge an. In diesen wird für eine fortlaufende rechtliche Beratung eine monatliche Pauschalvergütung vereinbart.
Ein solcher Rechtsberatungsvertrag kann neben der bloßen telefonischen Beratung auch das vollumfängliche außergerichtliche Tätigwerden durch uns umfassen. Er eignet sich insbesondere für Betriebe, die über keine eigene Rechtsabteilung verfügen und dennoch eine zuverlässige Betreuung Ihres gesamten Rechtsverkehrs wünschen.
Der Abschluss eines Rechtsberatungsvertrages hat für Ihr Unternehmen auch den Vorteil, dass Sie im Hinblick auf die anfallenden Rechtsberatungskosten Planungssicherheit erhalten. Die Rechtsberatungskosten Ihres Unternehmens stehen weit gehend fest. Ohne im Unternehmen eine eigene Rechtsabteilung unterhalten zu müssen, können Sie jederzeit auf kompetente rechtliche Beratung zurückgreifen.

Rechtsschutzversicherung

Für den Fall, dass Sie rechtsschutzversichert sind, besteht die Möglichkeit, dass Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten des Verfahrens, also auch Ihre Anwaltskosten übernimmt. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt im System der Rechtsschutzversicherung keinen Tarif, der umfassend alle Risiken abdeckt. Deshalb ist es entscheidend, welche Art von Tarif Sie abgeschlossen haben. Zu diesem Zweck sollten Sie zum ersten Beratungsgespräch Ihre Versicherungspolice mitbringen, wir prüfen dann die Eintrittspflicht des Versicherers.

Bevor wir als Anwalt auf Kosten Ihrer Rechtsschutzversicherung tätig werden können, muss diese zunächst ihre Eintrittspflicht bekunden, also Deckung erteilen. Sie können die Deckungszusage entweder selbst herbeiführen, indem Sie direkt mit dem Versicherer in Kontakt treten, oder uns mit der Einholung der Deckungszusage betrauen.

Beratungs- und Prozesskostenhilfe

Für den Fall, dass Sie sich keinen Anwalt leisten können, stellt das Gesetz in Form der Beratungshilfe (für das außergerichtliche Verfahren) und der Prozesskostenhilfe (für das gerichtliche Verfahren) Möglichkeiten zur Verfügung, dennoch zu Ihrem Recht zu kommen. Ob für Sie die Inanspruchnahme von Beratungs- und/oder Prozesskostenhilfe in Betracht kommt, hängt in erster Linie von Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen ab.

Zum Erhalt von Beratungshilfe stellen Sie bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht (meist das Amtsgericht, in dessen Bezirk Sie wohnhaft sind, z.B. das Amtsgericht Regensburg, wenn Sie ins Regensburg oder Umgebung wohnen) einen Antrag auf Beratungshilfe.

Für den Fall, dass ein gerichtliches Tätigwerden erforderlich ist und die Voraussetzungen für die Bewilligung der Prozesskostenhilfe vorliegen, stellen wir für Sie den Antrag auf Prozesskostenhilfe. Dazu ist es jedoch notwendig, dass Sie zunächst die Erklärung über Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse ausfüllen. Das entsprechende Formular finden Sie hier zum Download. Bei der Prozesskostenhilfe sind einige Besonderheiten zu beachten. Für den Fall, dass Sie den Prozess verlieren, bekommen Sie aus der Staatskasse zwar die Gerichtskosten sowie Ihre eigenen Anwaltskosten erstattet, nicht aber die Anwaltskosten der Gegenseite. Zudem kann für den Fall, dass sich Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb von 4 Jahren nach rechtskräftigem Abschluss des Rechtsstreits bessern, die gewährte Prozesskostenhilfe ganz oder in Raten zurückgefordert werden. Für den Fall, dass Sie den Prozess gewinnen, bleibt es jedoch bei der Grundregel, dass der Unterlegene sämtliche Kosten des Verfahrens zu tragen hat, Sie also von weiteren Kosten verschont bleiben.

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